Mit den Pinguinen schwimmen – von Herbert Schier

 

Kapstadt- Im Februar verbrachten wir wieder einmal einige Urlaubstage im Großraum Kapstadt, um bereits bekannte aber auch neue Sehenswürdigkeiten zu genießen.
Der Air Nambia Flug ab Walvis Bay endete nach knapp zwei Stunden vor der gewaltigen
Tafelbergkulisse, die Abfertigung ging zügig voran, die Beamten waren freundlich: welch ein Empfang zum Ferienanfang!
Auf dem Wege zu unserem Quartier war es dann weniger angenehm: wir blieben im Feierabendverkehr stecken – und lernten Kapstadt dann auch gleich von dieser Seite her kennen.
Also: Hin – und Rückfahrt in die und aus der Stadt planen, hieß die Devise für die nächsten Tage!
Die Fahrten durch die “leafy suburbs”, die Fahrt entlang der False Bay und Simonstown erbrachte Ferienstimmung, aber der Besuch bei den Pinguinen war ein absoluter Höhepunkt: diese flugunfähigen Seevögel waren unsere putzigen Begleiter beim Schwimmen zwischen den runden, großen Felsbrocken – genannt “boulders”! Diese Oase, etwas hinter Simonstown gelegen, entpuppte sich als Touristenmekka – aber auch als beliebtes Familienausflugsziel. Der Eintrittspreis von R 70,- pro Person reglementiert den Eintritt und so kann man dieses Schwimmvergnügen unter Gleichgesinnten Tierliebhabern genießen.
Unser nächstes Ausflugsziel war Hermanus. Ab Gordons Bay folgten wir der schroffen Küstenlinie auf weniger befahrenen Pfaden. Selten kam uns an diesem Wochentag ein Auto entgegen.
Diese Route entlang der False Bay bis Hangklip ist fast so schön wie der bekannte Chapman’s Peak Drive und daher absolut sehenswert.
Über Betty’s Bay, einer ehemaligen Walfangstation mit Pinguinkolonie, erreichten wir unsere Selbstversorger-Wohnung für die nächsten vier Tage direkt am Strand.
Hermanus hat viel zu bieten : natürlich gab es zu dieser Jahreszeit keine Wale zu sehen, die sich sonst in der weiten Walker Bay ab August tummeln. Dafür gab es Leckeres auf einem Farmermarkt, und entlang des Hemel-en-Aarde-Tals jede Menge Weingüter mit herrlichen frischen Käsesorten.
Ein regnerischer Tag veranlasste uns zu einem Besuch im kleinen, aber sehr informativen Walmuseum, wir besuchten auch verschiedene Galerien und einen Trödelmarkt. Der Stadtkern zentriert sich entlang der Steilküste, wo es auch ausgezeichnete Restaurants für jede Geschmacksrichtung und jeden Geldbeutel gibt.
Die letzten Tage verbrachten wir dann in Milnerton in einem gepflegten Gästehaus mit Blick auf den Tafelberg mit seiner ständig wechselnden Wolkendecke.
Zum Abschluss des Urlaubs genossen wir noch ein bisschen “Seefahrtromantik” auf einem Catamaran. Bei langsam untergehender Sonne und angenehmem Wellengang segelten wir sanft durch die Tafelbucht – mit einem Sektglas in der Hand…

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